Zuhause ist, wo das Herz ist. Und in dieser vernetzten Welt sind auch viele Ihrer Mitarbeiter dort. Aber da immer mehr Menschen von zu Hause aus eine Verbindung zu einem Büronetzwerk herstellen, wie können Sie sie produktiv halten, ohne sich selbst und andere in Ihrem Netzwerk potenziellen Risiken auszusetzen?

Die sichere Verbindung mit einer Organisation aus der Ferne ist eine weitere Hürde, der sich IT-Profis stellen müssen. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, potenzielle Sicherheitsrisiken zu überwinden und gleichzeitig einen robusten Fernzugriff bereitzustellen. Virtual Private Networking (VPN) ist eine traditionelle Lösung, die viele erfolgreich eingesetzt haben. Es kann jedoch schwierig sein, eine bessere und bequemere Möglichkeit zu finden, eine sichere Remoteverbindung bereitzustellen, als Microsoft DirectAccess zu verwenden.

Viele Leute, darunter auch einige IT-Experten, glauben, dass DirectAccess nur eine weitere fortschrittliche VPN-Lösung ist. Obwohl es einige Ähnlichkeiten zwischen VPN und DirectAccess gibt, unterscheiden sie sich in Bezug auf die zugrunde liegende Technologie und Funktionalität völlig.

Was ist DirectAccess?

DirectAccess1DirectAccess, auch bekannt als Unified Remote Access, ist ein Produkt von Microsoft, das exklusiv für Windows entwickelt wurde. Es wurde ursprünglich in Windows Server 2008 und Windows 7 Enterprise Edition eingeführt, um Benutzern den Remotezugriff auf private Netzwerkressourcen über das Internet zu ermöglichen. DirectAccess ist eine sicherere, bequemere und fortschrittlichere Alternative als das herkömmliche VPN.

DirectAccess zielt in erster Linie darauf ab, seinen Benutzern eine nahtlose Intranet-Konnektivität zu bieten. Es bietet eine transparente Always-On-Verbindung, die von einer Maschine und nicht vom Benutzer hergestellt wird. Daher beginnt DirectAccess mit der Sicherung des Netzwerkkanals, sobald ein Client eine aktive Internetverbindung aufbaut. DirectAccess bietet auch eine authentifizierte, sichere und bidirektionale Verbindung für den Remotezugriff auf seine Benutzer.

Was macht DirectAccess besser als VPN?

  • DirectAccess überwindet einige der gravierenden Nachteile bei der Implementierung von VPN. Wie bereits erwähnt, werden VPN-Verbindungen vom Benutzer initiiert, während im Fall von DirectAccess die Verbindung vom Computer initiiert wird. Darüber hinaus sind alle Clients direkt mit Managementservern verbunden, um die Einhaltung der Sicherheitskonfiguration zu gewährleisten.
  • DirectAccess-Verbindungen sind wesentlich sicherer als die von VPN angebotenen, da für alle DirectAccess-Clients ein von der Organisation selbst ausgestelltes Zertifikat erforderlich ist.

  • DirectAccess ist eine firewallfreundliche Funktion, die nicht auf ein geografisches Gebiet beschränkt ist. Es funktioniert überall, vorausgesetzt, der Benutzer ist mit dem Internet verbunden. Umgekehrt stehen VPN-Netzwerke vor Hürden, wenn sie versuchen, einige Firewalls zu handhaben, und sie können manchmal keinen sicheren Fernzugriff auf alle Standorte bieten.
  • In DirectAccess werden alle Clients ständig vom Host oder Verwaltungsserver überwacht und verwaltet, wodurch die Bedrohung durch Eindringlinge in einem Netzwerk minimiert wird. Im Falle eines VPN kann ein Client ein Netzwerk ohne das Wissen eines zentralen Servers betreten, was zu einem Sicherheitsproblem mit erheblichen Risiken führen kann.
  • DirectAccess ist eine bidirektionale Verbindung. Daher sind alle Clientsysteme in einem DirectAccess-Netzwerk immer vom Verwaltungsserver gewartet werden. Ein Server in einem DirectAccess-Netzwerk kann ein Problem auf einem Clientsystem problemlos beheben, was in VPN nicht immer möglich ist.
  • VPN beinhaltet einen komplexen Prozess des Aufbaus einer Verbindung zum Netzwerk, was die Produktivität und Effizienz der Mitarbeiter verringert. DirectAccess hingegen ist vergleichsweise einfach und problemlos einzurichten, zu verbinden und zu verwenden.

DirectAccess2

Anforderungen

  • Ein Domänencontroller mit Windows Server 2003 oder höher
  • Eine interne PKI (Public Key Infrastructure), die von der Organisation entwickelt wurde, um den Clients und Servern Maschinenzertifikate zuzuweisen.
  • DirectAccess Server muss unter Windows Server 2008 R2 ausgeführt werden, und Clients und Server müssen unter Windows 7 Enterprise/Ultimate Editions oder höher ausgeführt werden.
  • IPv6 muss auf allen Clients und Servern aktiviert sein, da es der Eckpfeiler für das Funktionieren von DirectAccess ist.
  • Alle DirectAccess-Clients müssen Mitglied der Active Directory-Domäne sein.
  • DirectAccess Server muss über zwei Netzwerkschnittstellenadapter verfügen, um seine bidirektionale Kommunikation zu unterstützen.

Vorteile von DirectAccess

Erhöhte Sicherheit

DirectAccess3DirectAccess bietet einen vollständig verschlüsselten und authentifizierten Verbindungsmodus. Es bietet Mitarbeitern eine authentifizierte IPSec-Verschlüsselung für Integrität und Vertraulichkeit. IPv6 ist der Eckpfeiler für alle DirectAccess-Verbindungen, und daher nutzt DirectAccess IPv6 für den Transport. Darüber hinaus sind diese IPv6-Protokolle implementiert, um eine vollständige Kompatibilität mit allen IPv4-Hosts zu gewährleisten.

DirectAccess wird in mehreren Stufen des gesamten Remote-Konnektivitätsprozesses gesichert. Es verwendet verschiedene digitale Zertifikate, Kerberos-Standards und NTLM, um eine zuverlässige, sichere und authentifizierte Verbindung aufrechtzuerhalten. Abgesehen von allen oben genannten integrierten Sicherheitsmechanismen von DirectAccess können Organisationen auch Smartcards und dynamische Einmalkennwörter integrieren, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten und sicherzustellen, dass nur autorisierte Benutzer eine Verbindung mit der Organisation herstellen können.

Benutzererfahrung

Da DirectAccess standardmäßig mit einer Always-On-Verbindung ausgeliefert wird, ist keine spezielle Aktion oder Einrichtung des Benutzers erforderlich, um eine Remoteverbindung herzustellen. DirectAccess bietet eine nahtlose Benutzererfahrung und ermöglicht einem Benutzer den Remotezugriff auf die Organisationsressourcen auf die gleiche Weise wie im Büro.

Geringere Supportkosten und Benutzerfreundlichkeit

DirectAccess bietet seinen Benutzern unbestreitbar eine bessere Benutzererfahrung über ein VPN oder eine andere Lösung für Remote-Konnektivität. In DirectAccess wird die gesamte Remotezugriffsverbindung auf Maschinenebene hergestellt, wodurch die Endbenutzer von einem langwierigen Prozess des Aufbaus einer Remoteverbindung befreit werden. Da der größte Teil des Verbindungsprozesses auf Maschinenebene verwaltet wird, erhöht sich die Produktivität der Benutzer. Und vielleicht noch besser, die Arbeit der IT-Support-Mitarbeiter wird verringert.

Unterstützung für Load Balancing

DirectAccess ist in Load Balancing-Lösungen integriert, um eine höhere Skalierbarkeit und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Es verwendet entweder Windows Network Load Balancing-Techniken oder einen Hardware-Lastenausgleich, sodass ein Benutzer mehrere DirectAccess-Server in einer Organisation konfigurieren kann, sodass die Last gleichmäßig auf diese mehreren Server verteilt wird.

DirectAccess beweist, dass Mobilität für den IT-Bereich keine unüberwindbare Herausforderung mehr ist, weshalb sie für viele Einzelpersonen und Organisationen die erste Wahl ist.

Bereit zum Einrichten von DirectAccess? Dann schauen Sie sich dieses Schritt-für-Schritt-Microsoft-Tutorial an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.